15. APRIL 2016
 

NEU-ISENBURGEVO will Wirtschaftsprüfer einschalten

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Gravenbrucher Initiative wehrt sich gegen Preiserhöhungen bei der Fernwärme. Die EVO bietet an, einen unabhängigen, von beiden Seiten ausgewählten Wirtschaftsprüfer zu bezahlen, der die Rechtmäßigkeit des Preissystems klären soll.

Die massiven Preiserhöhungen der Energieversorgung Offenbach (EVO) für Fernwärme in Gravenbruch wollen nicht alle Betroffenen hinnehmen. Die Initiative „Gravenbruch wehrt sich gegen die Preiserhöhung der EVO für Fernwärme“ hat an alle Haushalte des Neu-Isenburger Stadtteils neben einem Flugblatt auch Formschreiben für Widersprüche verteilt.

Daraufhin sprach die EVO mit der Initiative und deren Rechtsanwalt. Ein konkretes Ergebnis habe das aber nicht gebracht, berichtet die Initiative. Allein in Gravenbruch soll die Mehrbelastung der Verbraucher bei einer Million Euro liegen, rechnet die Initiative vor. Sie kritisiert vor allem, dass die EVO die Preise um rund acht Prozent erhöhen wolle, während etwa die Mainova ihre Fernwärmepreise gerade erst deutlich gesenkt hat.

Jetzt hat die Initiative einen offenen Brief geschrieben, in dem sie die Gravenbrucher zum Widerstand aufruft und um finanzielle Unterstützung für den Kampf gegen die Tariferhöhung bittet. Auch Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) haben die bisher drei Mitglieder der Initiative angesprochen.

Vereinsgründung vorgeschlagen

Er schlägt ihnen die Gründung eines Vereins vor, sollte es zu keiner gütlichen Einigung mit der EVO kommen. Aus rechtlichen Gründen dürfe die Stadt keine Privatklagen finanzieren, sagt Hunkel. Er hat aber zugesagt, dem neuen Verein beizutreten und ihn zu unterstützen. Vorbild könnte der Verein „Wir wollen hier gesund weiterleben“ gegen Fluglärm sein, dessen Mitglied auch der Bürgermeister wurde.

Gestern reagierte die EVO. Das Unternehmen wolle „die Debatte über das neue Preissystem sachlich und konstruktiv beilegen“, teilte die EVO mit. Sie habe deshalb der Initiative einen Vorschlag zur Beendigung des Streitfalls gemacht, „obwohl die EVO nach wie vor von der Rechtmäßigkeit der neuen Systematik überzeugt ist“.

Die EVO bietet an, einen unabhängigen, von beiden Seiten ausgewählten Wirtschaftsprüfer zu bezahlen, der die Rechtmäßigkeit des Preissystems klären soll. Wenn sich beide Seiten bereit erklärten, das Votum des Wirtschaftsprüfers zu akzeptieren, könne die Debatte ohne Gerichtsverfahren beendet werden, sagte EVO-Vertriebsleiter Dominik Gertenbach.

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(http://www.fr-online.de/kreis-offenbach/neu-isenburg-evo-will-wirtschaftspruefer-einschalten,1473032,34092048.html)